BELGRAD EXPO 2027: TEMPORÄRER BAUBOOM, STRUKTURELLE DELLE
Die Weltausstellung 2027 wird das serbische Nicht-Wohngebäudevolumen 2025–2026 um 17–21 Prozent anheben. Dieses Muster folgt historischen Vorläufern: Shanghai 2010, Mailand 2015 und Dubai zeigten identische Vorzieheffekte. Nach dem Expo-Jahr folgt eine strukturelle Kontraktion von 20–30 Prozent unter den Trend. Infrastruktur-, Hotel- und Büroprojekte werden vorgezogen, um zur Eröffnung fertig zu sein. Danach entzieht sich die Nachfrage wieder organischen ökonomischen Zyklen. Kritische Risiken sind schwache Nachnutzungskonzepte, Überkapazitäten bei Hotels und begrenzte fiskalische Tragfähigkeit Serbiens. Realistische Besucherzahlen (8–12 Millionen) bleiben vermutlich unter den Planungsannahmen.